Die Genomik-Ära trägt gegenwärtig zu einer tiefgreifenden Änderung im Bereich der Grundlagenforschung, translationalen und klinischen Krebsforschung sowie der Krebstherapie bei. Grundlegende Fortschritte in unserem Verständnis von Krebs-Genetik und -Biologie haben veränderte Proteine und molekulare Abhängigkeiten verschiedener Krebsarten erkannt, die die jeweiligen „Achillesfersen“ der Tumore darstellen. Diese können in der personalisierten Krebsmedizin mit gezielten Molekulartherapeutika angegriffen werden. Die personalisierte Medizin verspricht effizientere und weniger toxische sowie kostengünstigere Therapiestrategien zur Tumorbekämpfung bei Patienten mit definierten molekularen Veränderungen.

Die Medikamenten-Entwicklung wird von ökonomischen Prinzipien gesteuert, die sich als Wertschöpfungskette darstellen. Nach dem aktuellen Trend werden immer größere Teile dieser Wertschöpfungskette von der globalen Pharmaindustrie hin zu Public Private Partnerships oder zu kleineren Firmen wie Oncotyrol verschoben. Dies betrifft insbesondere die molekulare Charakterisierung von Tumoren durch individuelle Biomarker und die Entwicklung begleitender Diagnostik für die neuen gezielten Therapien, die nicht nur aus klinischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Ein weiterer wichtiger Trend ist, dass die gesundheitsökonomische Bewertung medizinischer Entwicklungen immer früher ansetzt. Folgerichtig stützt sich unsere Wertschöpfungskette in Oncotyrol auf mehrere Hauptpfeiler: