Eine von Forschern der Tiroler Health and Life Sciences Universität UMIT, des Oncotyrol-Zentrums, der Medizinischen Universität Innsbruck und der Universität Toronto im „BMC Public Health“ publizierte Simulationsstudie wirft ein kritisches Licht auf Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs und beleuchtet deren Nutzen und Risiken.

„Wie die meisten medizinischen Verfahren können Früherkennungsuntersuchungen nicht nur Chancen sondern auch Risiken mit sich bringen. Dies rückt zunehmend in das Bewusstsein der Bevölkerung.“ erklärt dazu Univ.-Prof. Dr. Uwe Siebert, Leiter des Departments für Public Health, Versorgungsforschung und Health Technology Assessment an der UMIT. Ein wesentliches Risiko der Prostatakarzinomfrüherkennung besteht in der Überdiagnose und Übertherapie. Darunter versteht man die Diagnose und Behandlung von klinisch unbedeutenden Tumoren, die zu Lebzeiten keine Beschwerden verursachen und ohne eine gezielte Früherkennungsuntersuchung nicht entdeckt werden.

Univ.-Prof. Dr. Uwe Siebert

Ass.-Prof. Dr. Nikolai Mühlberger